Wintergedicht

Hell ist es, in den Schnee zu blicken

und weh tut’s am Fuß, den Eisblock zu kicken.

In der Sonne schmilzt mein Schneemann vor sich hin.

Standhaftigkeit kam ihm wohl nicht in den Sinn!

 

Meine Zehen sind schon fast gefroren,

und der schneehaltige Wind bläst mir um die Ohren.

Wie froh bin ich nun um meine Mütze –

in des Winters Witterung eine wichtige Stütze!

 

Von seinem Pelz geschützt, mein Kater

hat entdeckt so manchen Krater,

den der Winter im Boden hat geschaffen.

Ich bleibe lieber drin und fülle Tassen…

 

…mit des Dezembers Lieblingsgetränken:

Das bedeutet: Warmen Punsch und Tee zu verschenken

an meine Gäste aus verschiedenen Orten,

die uns besuchen bei einem Klima wie im Norden.

 

Der Dampf der Getränke steigt in die Luft

und verströmt so manchen Zimtorangen-Duft.

Mit roten Wangen begegnen uns spielende Kinder:

Sie singen ein Loblied auf den Winter!

 

(Ein Gedicht von Joana Dörfler)