Vatertagsgedicht für Stiefvater Stefan

Mein leiblicher Vater bist du nicht,

trotzdem schreib ich dir ein Vatertagsgedicht.

Als ich noch jung war, mit 11 Jahren

kamst du das erste Mal angefahren.

 

Wer du warst, wusst‘ ich beim Türöffnen genau:

Meine Mom hat gesagt: „Der Mann ist ne Schau!“

Gemeinsam sahen wir “Eis am Stiel”,

für mich war’s lustig, für dich war’s zu viel.

Wir haben uns recht oft gezankt.

„Wie Hund und Katz’“, meinte Mama – „Allerhand!“

 

Doch die Zeiten sind für uns besser geworden,

für manchen Unfug hab’n wir off‘ne Ohren

und begegnen uns mal am Telefon.

Auch wenn du im Stress bist – wir reden schon.

 

Vor Süßigkeiten wollt’ ich dich diesmal verschonen,

vielleicht schenk‘ ich dir besser nen Korb Limonen;

von denen isst du bestimmt nicht viel

und erreichst dann leichter dein Abnehmziel.

 

Auch wenn du keine eig’nen Kinder hast –

Ärger, Lachen, Weinen – nichts hast du verpasst!

Auch an Geschenken hat‘s mir nie gemangelt –

meine Mom hat sich nen tollen Mann geangelt!