Nullbock-Gedicht

Nun steh‘ nicht da und staune –

ich bin heut‘ in Nullbocklaune.

Der Fleiß der Anderen ist mir suspekt,

eine Einstellung, die ordentlich aneckt.

 

Den ganzen Tag lümmle ich herum,

mach‘ mir nicht den Buckel krumm.

Doch irgendwann wird sich das rächen,

dann kommen sie, die teuren Zechen!

 

Und ich kann sie erst bezahlen,

nachdem ich nach großen Arbeitsqualen

mir meinen Lohn hab‘ verdient.

Wer nichts tut, der nicht gewinnt!

 

Nun mach‘ ich mich also ans Werk.

Die Arbeit, die vor mir liegt, ist ein Berg.

Und am Abend bin ich froh,

denn dann bleibt mein Status Quo,

weil ich mich schlussendlich aufraffen konnt‘

und dann doch gearbeitet hab‘ wie gewohnt.

 

(Ein Gedicht von Joana Dörfler)