Gedicht Katze

Ode an die Katze

Du wärmst mir meine Füße,

wenn es draußen ist recht frisch.

Meinem Leben gibst du Süße

und frisst am liebsten Fisch.

 

Bald schärfst du deine Krallen

hast zehne an der Zahl.

Zum Ruhen lässt d‘ dich fallen,

doch erst kommt noch dein Mahl.

 

Gemütlichkeit erfüllt mein Heim,

denn das ist dein Revier!

Mein Kater wirst du immer sein,

deine Heimat ist bei mir!

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Des Silberfischchens Feind

Herrchen und Frauchen hab‘ ich gut erzogen –

mein Speiseplan ist sehr ausgewogen.

Nur das beste Zeug kommt in den Napf,

und wer mir das wegnimmt, bekommt nen Klapf!

 

Ich bin der Herrscher im Haus – meinem Revier,

bin ein richtig hohes Tier.

Hör‘ mit dem Streicheln niemals auf

und unterbreche deinen Lauf,

wenn ich komme vorbeigeflitzt,

damit du mir nicht auf die Füße trittst!

 

Dafür wärm‘ ich deinen Rücken

und fresse fleißig lästige Mücken.

Und auch so manches Silberfischchen

kommt auf des Katers Speisetischchen!

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Freude oder Floh?

Warum hüpft die Miez heut‘ so?

Hat sie denn vielleicht einen Floh?

Oder will sie gern vor Freude springen,

und es mag ihr nicht so recht gelingen?

 

Zum Tierarzt sind wir schnell gegangen,

doch die Miez fürcht‘ sich vor Spritz und Zangen.

 

Einen Floh hat er tatsächlich gefunden.

Wir sind halt seine treuen Kunden;

deshalb hat er uns gleich mitgeteilt,

dass die Behandlung wirklich eilt.

Denn hast du einen Floh entdeckt,

hab‘n sich weitere Flöhe im Fell versteckt.

 

Ein Mittel gegen Flöh‘ die Miez nun kriegt

Mit dem Jucken hört’s bald auf!

Auf das Fell kommt Pulver – ganz geschickt,

und die Genesung nimmt ihren Lauf!

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Katzengedicht II

Du liegst auf meinem Bauch

und schnurren tust du auch.

Das Leben eines Katers

ist besser als das eines Vaters!

 

Dein Kratzbaum ist dein Thron.

Knurren kannst du zwar schon,

doch du tust es nur ganz selten,

und nie muss man dich schelten.

 

Du lebst im Einklang mit deiner Welt,

und tust jeden Tag, was dir gefällt.

Auf meinem Bauch trittst du mit deinen Krallen,

von dir lass’ ich mir das gern gefallen!

 

(Gedichte von Joana Dörfler)