Adventsgedichte

Die Dichterin Joana Dörfler hat Weihnachtsgedichte und Adventsgedichte geschrieben, die dem 1.-24. Dezember gewidmet sind. Die Gedichte sind zeitlos und doch modern, romantisch und oft humorvoll.

Adventsgedichte sind ne Schau,

erfreu’n Kinder, Tiere, Mann und Frau.

In Weihnachtsstimmung sie dich versetzen,

wenn’s auch die Regel ist, durch diese Zeit zu hetzen.

Doch selbst dann, wenn du zur Adventszeit Urlaub hast,

inspirieren dich die Adventsgedichte zu manchem Spaß:

Sie zeigen dir: Was du kannst tun,

um in der Adventszeit nicht nur zu ruh’n!

 

Adventsgedichte machen Mut;

so tust du nicht nur dir selbst, sondern auch anderen gut:

So manches Gedicht kannst du verwenden,

um Freunden in Briefen Freude zu spenden.

 

Und bist von manchem Vers du gerührt,

zoll‘ dem Adventsgedicht die Ehr‘, die ihm gebührt:

Lies es deinen Liebsten vor,

oder ihr singt es gemeinsam mit eurem Chor!

 

Ein jedes Gedicht hat sein eigenes Bild –

ob schön weihnachtlich oder manchmal auch wild.

Das kann deine Fantasie bewegen

und verleiht der Weihnachtszeit bezaubernden Segen!

Was bietet der Dezember?

Der erste Dezember ist ein Tag,

dem man mit Freude entgegensehen mag.

Wer Schnee, Schlitten und Zimtduft liebt,

der ist in den Dezember gewiss verliebt.

 

Es liegt auch an mancher Feierlichkeit,

dass man den Dezember zu genießen ist bereit.

Man denke nur an den 6. Dezember,

wenn die Kinder stehen vor dem Kerzenständer

und warten auf ihre Geschenke

oder des Kramperls böse Schelte.

 

Der nächste große Tag im Monat

Ist der 24. – klar: Vor Geschenken es donnert!

Und der 31. ist ein weiteres Highlight –

man feiert Silvester – mit Freunden zuhause oder gescheit!

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Omas Deko-Kiste

Jedes Jahr im letzten Monat der Liste,

die Oma geht nicht ans Telefon.

Denn sie holt aus dem Speicher die Kiste

mit zahlreicher Dekoration.

 

Nun wird sie aufgestellt:

die Weihnachtspyramide – die schönste der Welt!

 

Und auch der funkelnde Rauschgoldengel

hat wieder seinen Platz

im Wohnzimmer – trotz Alter ohne Mängel –

und entzückt nicht nur die Katz‘!

 

Orangen werden aufgetischt

und zahlreiche Arten von Nüssen,

unsere Liedkenntnisse aufgefrischt,

und Saiten werden gerissen!

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Weihnachtlicher Stadtbummel

Willst du mit mir nach draußen geh’n

und die Schaufenster anseh‘n?

Heiße Mandeln versprech‘ ich dir,

doch ne Tasse Punsch bezahlst du mir!

 

Wir suchen nach manch Präsent gar lustig

für den Nikolaustag – oder für den Heil‘gen Abend schöne Musik.

Auch an Kleidung darf es uns nicht mangeln,

denn im Dezember wollen wir uns den Traumpartner angeln!

 

So gibt es für uns zahlreiche Gründe,

warum wir nicht nur dastehen im grausigen Winde!

Die Stadt hat uns Verstecktes zu bieten,

doch auch online finden wir nicht nur Nieten.

 

Deshalb mach‘ ich’s mir jetzt schön gemütlich

und shoppe nach Herzenslust – auch wenn du sagst „Das geht nicht.“

Einmal darf man großzügig sein,

denn schließlich arbeitet man tagaus, tagein!

 

Lass‘ die Vernunft etwas Gutes sein,

als braver Mensch bist du recht allein!

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Weihnachtsaktivitäten

Im Stress des Alltags ist untergegangen:

Die Weihnachtszeit hat angefangen!

Jetzt ist es Zeit, die Wohnung zu schmücken

und den Tisch in die Mitte zu rücken!

 

Denn Gäste werden nicht selten kommen

und sind dann vom Glühwein ganz benommen.

Bist du ein Talent in Sachen Bäckerei,

dann backe Plätzchen allerlei!

 

Wenn deine Figur ist nicht optimal,

dann ist diese Zeit trotzdem keine Qual:

So kannst du gern am Zucker sparen

und Stevia nehmen oder Erytrhritol – bekannt seit Jahren!

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Was ist der Nikolaustag?

Wie war das nochmal mit dem 5. Dezember?

Ist das der eigentliche Nikolaustag?

Oder ist das so wie mit dem Thema Gender,

dass man es handhaben kann, wie man mag?

 

Der 6. Dezember ist der Todestag

von dem Mann namens Nikolaus,

wenn du’s nicht glaubst, dann frag‘!

 

Um das Jahr 340 herum hat er gelebt,

und jedem armen Menschen oder Kind, die Wünsche haben erfleht,

hat er seine Schätze nicht nur geliehen:

Der Stadt Myra hat er Würde verliehen!

Was er besaß, gab er den Leuten,

und auch zahlreiche Spenden bereiteten allen Freuden!

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Der echte Nikolaustag

Heute ist der Nikolaustag,

den ein jedes Kind gern mag.

Egal, ob brav oder Rotzebengel –

in des Nikolaus‘ Augen sind wir alle Engel!

Denn der Nikolaus weiß, wie schwer’s heute ist:

Schon in der Schule gilt: „Stirb oder friss!“

 

Bist du mittlerweile schon erwachsen,

hast du am Nikolaustag trotzdem gut lachen:

Dann lädtst dir ein paar Freunde ein

und feierst den Abend mit glühernem Wein.

Und für die vielen butternen Plätzchen

legst du bereit ein Nikolauslätzchen!

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Die schönsten Dinge kosten nichts

Advent, Advent,

du störst mich nicht, doch machst du mir bewusst,

dass irgendwo noch Hoffnung brennt

auf Liebe oder Kuss.

 

Wenn ich auch stets durch Tag‘ geeilt

und den Blick hab‘ auf Papier verweilt,

so lässt du mich d‘ran denken,

dass es Dinge gibt im Leben, die kann man sich nicht schenken.

 

Solche Sachen sind zwar kostenlos,

doch kaufen kann man sie nicht.

Drum hilft auch nicht so manches Moos,

weil die Wahrheit das Geld sticht.

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Weihnachtsputz

Der weihnachtliche Hausputz
steht jetzt auf dem Programm!
Entfernt wird jeder Fleck
und jedes Staubes Gramm!

Die alte Kleidung will ich spenden,
denn im Chaos will ich nicht enden!
Es freut mich außerdem sehr,
Menschen zu helfen, die das Zeug schätzen viel mehr!

Drum lad‘ ich euch heute ein
zu Plätzchen und feinem Wein!

Lasst eure Arbeit ruh‘n –
wir wollen uns zusammentun
und singen ein paar Lieder,
dann leuchten unsere Augen wieder!

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Shoppingrausch

Geschenke kaufen macht mir Spaß,

denn eure Freude ist’s mir wert:

für den Manfred gibt’s nen leckeren Kas*,

für Klein-Thomas ein silbernes Schwert!

 

Wenn ich in Shopping-Laune bin,

dann finde ich kein End‘

abhanden kommt mir der vernünft’ge Sinn,

durch die Kaufhäuser man so rennt!

 

Am Schluss stehe ich Arme da,

bin reichlich auch bepackt

und freue mich wie jedes Jahr,

dass ihr über die Geschenke lacht!

*“Kas“ ist das bayerische Wort für „Käse“.

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Das beste Geschenk erfreut das Herz

Immer näher rückt das Weihnachtsfest,

drum kauf‘ noch ein paar Waren.

So kannst du mit dem letzten Rest

Allen Geschenke offenbaren!

 

Versuche stets, das Herz zu erfreu‘n,

denn wenn Liebe ist im Spiel,

dann sind es keine Perlen vor den Säu‘n;

du verfehlst niemals dein Ziel!

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Orangenbäumchen

Ich schenk‘ dir nen Orangenbaum!

Im Winter soll er grünen!

Im Sommer kommt er raus aus dem Raum

und wird mit Früchten dich verwöhnen.

 

Das Vitamin C wird schützen dich

vor manch so fiesem Schnupfen.

Vergiss nur nicht das Gießen

und alte Blätter abzuzupfen!

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12. Dezember – Tag des Weihnachtssterns

Heut‘ ist der Tag des Weihnachtssterns,

der steht an meinem Fenster.

Mein Hündchen hat ihn umgekippt –

diese diebische, kluge Elster!

 

Was es haben wollt‘, hat es sich geholt;

es funkelt und leuchtet purpur:

Das Püppchen, dem es Aufmerksamkeit zollt‘

war ne Nikolausfigur!

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Von Düften umgeben träumen

Wenn’s im Zimmer duftet nach Tanne,

dann leg‘ dich in die Badewanne!

So kannst du in Winterträumen schwelgen

im Duft von Blumen, die nie verwelken!

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14. Dezember – Affentag

Lass uns doch heute bitte spenden

für die Affen, denn heut‘ ist ihr Tag!

Den Affentag kann jeder verwenden,

diesen Tieren zu helfen, wenn er sie mag.

 

Wer’s weniger mit dem Spenden hat,

der kann sich auch verkleiden,

als Affe – doch wen macht das satt?

Kein Affe sollte leiden!

 

Deshalb widme einen Teil deiner Weihnachtszeit

auch guten Taten für anderen.

Beenden wir endlich deren Leid

und gehen statt Shopping-Rausch wandern!

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Der Nikolauskater

Weil keine Deko vor dir sicher ist,

erspann dein Frauchen ne List:

Wie wär‘ es heuer, mein flauschiger Berater,

mit einem rot-weiß geschmückten Nikolauskater?

 

Seine Rolle mit Würde er erfüllt:

Des Heiligenvorbilds bewusst, ist er gewillt,

einen wirklich guten Job zu machen

und bekommt dafür feine Katzen-Sachen!

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Weihnachtlicher Kellerputz

Mache deinen Keller fein –

hier soll nun endlich Ordnung sein!

Manch‘ Lebkuchendose kramst du heraus.

Das Jahr man lebt in Saus und Braus,

und im Keller sieht es entsprechend aus!

 

Mach‘ Platz für manchen Gegenstand,

denn Geschenke kriegst du allerhand!

Du weißt ja wie es an Weihnachten ist –

man bekommt tolle Sachen, aber auch Mist.

Damit du weniger hast zu suchen und laufen,

stelle nach links, was du willst verkaufen.

Und das, was du noch irgendwann brauchst,

das stelle nach rechts – das Zeug zum Verschenken auch!

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Schlittschuhlaufen und träumen

Komm, Liebling, geh’n wir Schlittschuhfahr’n!

Dort war ich nicht mehr seit vielen Jahr’n!

Du weißt, wie sehr man fühlt, man lebt,

wenn auf dem Eis man sich bewegt!

 

Die Musik der Halle regt dich an –

und jeder fährt, so gut er kann.

Die winterliche Atmosphär‘

und gute Laune noch lange fortwährt!

 

Drum lass uns aufbrechen, wir sind schon spät,

dass uns das Eis um die Ohren weht!

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Christbaumschmücken

Schmücken wir den Tannenbaum

zusammen mit der Oma!

Wie schnell das geht –

man glaubt es kaum;

der Hund staunt auf dem Sofa!

 

Weihnachtsengel aus der Schachtel

und so manche Kugel

von jedem Schmuckteil nur ein Achtel,

dann ist er groß, der Jubel!

 

Vergiss auch nicht das neue Zeug,

das wir neulich gekauft: Oje –

was sagt Opa zu Eiskugel, Gurke und kleinen Mäus‘ –

und dem Bäumchen voll mit Schnee?

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Weihnachten nachhaltig

Die Gans hätt‘ auch noch leben können,

und Geschenkpapier kann man wiederverwenden!

So denken wir uns Jahr für Jahr,

dass das Thema Nachhaltigkeit nicht sinnlos war!

 

Die Lichterkette muss in der Nacht nicht brennen,

und für vier Personen braucht es keine vier Hennen.

Müssen wir uns echt die Mägen vollpumpen,

wenn manche in der Stadt leben in dreck’gen Lumpen?

 

Es ist gut, auch einmal was zu spenden,

denn auch wir könnten mal in Armut enden

und fürchten uns vor der Situation,

in der uns fehlt ein jeglicher Lohn.

 

Lasst uns zusammenhalten, wir Bewohner der Welt,

und tun der Natur, was ihr echt gut gefällt?

Denn auch dann, wenn wir keine Kinder haben,

gibt es Menschen nach uns, die an Problemen verzagen!

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20. Dezember – Sangria-Tag

In den Staaten ist heut‘ Sangria-Tag –

wie passt denn das zusammen?

Sangria trinkt man im Sommer arg,

im Winter hat man nach Warmem Verlangen!

 

Lass uns lieber in die Küche geh’n

zur Feuerzangenbowle!

So nen großen Topf hast du noch nie gesehen,

– du weißt, das ist nicht ohne!

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Popcorn-Girlande

Vor dem Christbaum willst dich fühlen wie ’n Tourist am Strande?

Dann greif‘ als Baumschmuck zur Popcorn-Girlande!

Der Brauch kommt aus den USA.

Wie du Kino-Fan weißt: Popcorn duftet wunderbar!

 

Weder Zucker noch Salz darfst du verwenden:

Die gepoppten Körner, die Tannen Zierde spenden,

sind am besten trocken zu gebrauchen –

willst sie noch essen, darfst du in dem Raum nicht rauchen!

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Vorausblick auf den heiligen Abend

So lang‘ hab‘ ich euch nicht gesehen,

und Weihnachten ist lang!

Dann treten wir uns fast auf die Zehen,

und es entsteht ein Redezwang.

 

Was könnt‘ ich euch nur alles erzählen?

In meinem Leben gibt es viel!

Mit Franz würd‘ ich mich gern vermählen,

und ich hab‘ ein neues Ziel!

 

Auf eure Neuigkeiten bin ich recht gespannt

– ihr führt ein reges Leben!

An Weihnachten trag‘ ich mein schönstes Gewand,

und wir werden einen heben!

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Ausgebrannte Kerzen

Der Duft der ausgebrannten Kerzen

Ist eine Wohltat für unsere Herzen!

Wir erinnern uns dabei Jahr für Jahr,

wie es früher einmal war.

 

Damals waren wir noch klein

und wollten gern wie andere sein.

Heut‘ sind wir stolz auf unsere Person,

doch dennoch fehlt uns ein bestimmter Thron:

 

In der Weihnachtszeit wird klar,

dass das, was früher Non-Plus-Ultra war,

sich erwies als Hirngespinst –

entweder du verlierst, oder du gewinnst!

 

So gab es unsere Ideale,

die unter des Weihnachtsbaumes Strahle

zur üppigen Sehnsucht war’n erwacht.

Doch schlussendlich hatte die Wahrheit Macht!

Die große Glückssträhn‘  hat uns nie ereilt,

und am Arbeitsplatz sind wir zu lange verweilt.

 

Deshalb wünsch‘ ich mir fürs kommende Jahr,

dass Einklang von Wünschen und Sehnsucht wird wahr,

sodass man ein Mensch sein kann mit Träumen

ohne Lebenszeiten, die Spontaneität lassen versäumen!

Ich mach‘ mich nun auf zu meinen Leuten

und seh‘ dem Festmahl entgegen mit Freuden!

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Heiligabend

Freundlicher als sonst schau’n mich die Leute an,

denn alle sind erleichtert:

Am 6. kam der Weihnachtsmann – den 24. man gleichfalls meistert!

An diesem Tag trifft man sich mit geschwundenem Zorn,

ist einander im Aug‘ kein weiterer Dorn!

 

So hilft man einander aus der Bahn

oder lässt manch‘ Autofahrer schneller fahr‘n.

 

Denn jeder ist begeistert:

Heut‘ ist der Tag, an dem man Kinder erheitert!

Und auch zahlreiche Große kann man glücklich machen

mit liebevoll ausgewählten Sachen.

Allein das persönliche Erscheinen schon

ist für manches Familienmitglied ein wahrhaftiger Lohn:

So sieht man: Auch wenn es draußen ist recht kalt:

Es gibt einen Familienzusammenhalt!

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Feiern Sie ein wunderschönes Weihnachtsfest – ob mit Ihrer Familie, Ihrem Partner, Ihren Freunden, Ihren Haustieren oder allein!